Das bin ich

Ich bin Cauka, d.h. eigentlich bin ich Claudia.

Aber in meiner Generation (Anfang der "wilden" 60er) gibt´s sooooviele Claudias (und Gabrieles), dass damals gleich mehrere in meiner Schulklasse waren. Unser Klassenlehrer war auch unser Englischlehrer. Und so kam es, das die doppelten Namen zum Zweck der Unterscheidung kurzerhand in englische Vornamen "umgetauft" wurden. Ich wollte aber auf keinen Fall Dolly oder Peggy heißen! Und so wurde aus Claudia Cauka. Und bei Klassentreffen ist das bis heute so, auch für Peggy und Dolly.

Heute lebe ich mit meiner Familie am schönen Niederrhein, in einem alten Haus mit (viel zu) großem Garten und werde meistens Claudia oder Mama genannt.

Die Näherei ist mein Hobby. Angefangen habe ich als Teenager mit Karnevalskostümen. Da kam es nicht so drauf an, ob es sitzt. In der ersten eigenen Wohnung wurden dann Gardinen und Vorhänge genäht. Auch an Kleidung habe ich mich versucht. Das war aber nicht wirklich meins. Trotz der Kurse in der VHS saßen die Stücke selten so, wie es in der "Burda" oder der "Neuen Mode" aussah. Das lag aber wahrscheinlich daran, das die Models immer deutlich schlanker waren als ich.

Anfang der 90 er habe ich mich dann infiziert mit dem Patchwork- und Quiltvirus. Mehrere Kurse habe ich belegt und ganz nette Leute kennengelernt. (In Kursen treffen wir uns nicht mehr, aber der harte Kern trifft sich immer noch regelmäßig zum gemeinsamen Nähen. Und ich versuche so oft wie möglich dabei zu sein.) Damals habe ich vor allem das ganz exakte Zuschneiden und Nähen gelernt.
 
Dann kamen die Kinder und es fehlte die Zeit für klassische Quilts. Stattdessen wurde nun Kinderkleidung genäht. Inzwischen sind die Kinder "Heranwachsende" und selbstgenähte Klamotten uncool.
 
Gut 10 Jahre nach der Ansteckung mit dem Patchworkvirus (also Anfang dieses Jahrhunderts bzw. Jahrtausends; mein Gott, wie sich das anhört! Wie sagt man denn nun dazu?: Anfang der 0-er, oder Anfang der 2 Punkt 0-er?) na jedenfalls vor gut 10 Jahren habe ich dann angefangen, dekorative Kleinigkeiten zu nähen, Sachen eben, Cauka´s Sachen. Zuerst für mich selbst, dann als Geschenke für die Familie und Freunde, bald als kleiner Auftrag. Und dann war ich auch zum ersten Mal auf einem Weihnachtsmarkt. Das war zwar kein Riesen-Verkaufserfolg, aber es hat Spaß gemacht und seitdem gehe ich mehr oder weniger regelmäßig auf kleine Märkte in meiner Umgebung.
 
Einige Jahre arbeitete ich an der hiesigen Grundschule in der Betreuung nach dem offiziellen Unterricht. Dort merkte ich zufällig, wie begierig viele Kinder das Handnähen lernen möchten. (Leider wird dies heutzutage fast gar nicht mehr im schulischen Unterricht vermittelt.) Und so nähten wir in der Betreuung so oft die Zeit es zuließ.
 
Darüber hinaus biete ich inzwischen im hiesigen Kindergarten/Familienzentrum Nähkurse für Kinder und Jugendliche und einzelne Workshops für Jugendliche und Erwachsene an. So ist aus meinem Hobby ein Selbstläufer geworden, der sich von alleine entwickelt.
 
Und ich bin sehr gespannt, wo die Reise noch hingeht. Deswegen ist dieser Blog eigentlich so etwas wie ein Reisetagebuch. Ich freu mich über jeden, der meine Reise verfolgt.