Montag, 14. Januar 2013

Na bitte, geht doch!!!

Was würde ich bloß ohne den mir angetrauten Computerfachmann machen?!
Wahrscheinlich nur noch die Blogs von anderen lesen.

Jetzt kann ich wieder Bilder hochladen. Zwar nicht so wie früher, aber das ist egal.
Wie dem auch sei, da bin ich wieder und trage jetzt mal nach.

Letzten Dienstag hatte ich unerwartet mehr Zeit als geplant. Wie ungewohnt, aber schön!
Und die habe ich für die Näherei nur für mich genutzt.
Mein Ragtime-Quilt ist gewachsen.
Stand der Dinge morgens: 88 Sandwiches sind genäht! 




Aber damit ist die Decke für meinen Geschmack zu klein: 176 cm mal 128 cm.
Also wenn schon kuschelig, dann aber auch richtig.
Deswegen nähte ich die Stoffreste, die nicht mehr für ganze Quadrate von 20 x 20 cm reichen, zu gepatchten Quadraten in dieser Größe zusammen.

Zuerst Halbe-halbe, soweit die Stoffreste in der Größe reichten.




Dann ergänzte ich halbe Quadrate mit Vierteln. Immer noch nicht genug!




Danach habe ich noch die letzten Streifen zusammen genäht und diese dann auf 20 x 20 cm zugeschnitten.




Damit hatte ich auch das letzte Fitzelchen Stoff aufgebraucht und  war dann bei 99 Sandwiches. 

Vorraussichtliche Größe der fertigen Decke somit ca. 176 cm mal 144 cm. Das geht in Ordnung.

Im Laufe der Woche  habe ich angefangen, zusammenzunähen. Vorher mußten aber die einzelnen Quadrate angeordnet werden.

Also vor der Heimkehr der übrigen Familienmitglieder im Wohnzimmer alle Möbel zur Seite geschoben und quasi Sudoku gespielt.





Es sollten keine 2 gleiche Quadrate nebeneinander liegen oder an den Ecken aufeinanderstoßen.

Auch die gepatchten Blöcke wollte ich gleichmäßig verteilt haben.

Es hat sich wieder mal die Erfahrung bestätigt: so, wie ich´s beim ersten Mal hinlege, sollte ich es auch liegen lassen! Wenn ich anfange, einzelne Blöcke zu tauschen, geht das jedes Mal schief.

Anschließend habe ich die einzelnen Quadrate streifenweise aneinander gesteckt und die Streifen übereinander gestapelt. In genau dieser Reihenfolge nähe ich nun erst die Blöcke zusammen und danach die Streifen.

Das Zusammennähen geht beim Ragtime folgendermaßen: Die Stoffe sind ja größer zugeschnitten als das innenliegende Volumenvlies. Dieser Stoffüberstand ist die Nahtzugabe, in meinem Fall an allen Seiten je 2 cm.





Vorderseite:



(Die Nähte sollten mit Rückstichen gesichert werden.)

Rückseite:


Wenn nun die Streifen aneinander genäht werden, legt man die Nahtzugaben des einen Streifen nach links, die des anderen nach rechts:






So, das wär´s bisher zu meinem Ragtime. Fertig bin ich noch nicht.

Fertig geworden ist aber diese Tasche letzte Woche, ganz nach dem Motto: Nutze, was du hast! Ich habe dafür nichts (!) gekauft (übrigens einer meiner Vorsätze 2013: Stoffberge abbauen!)






So, das war´s dann vorerst mal wieder.

Liebe Grüße

Claudia





Kommentare:

  1. Liebe Claudia, leider werden mir Deine Posts nie auf meinem Dashboard gezeigt und ich weiß leider auch nicht warum das so ist. Deshalb schaue ich auch immer so unregelmäßig bei Dir vorbei.
    Die Tasche ist ja ganz toll geworden - so schön farbenfroh und richtig frühlingshaft. Ich habe mir auch vorgenommen, vorerst keine Stoffe zu kaufen. Aber für Kombi-Stoffe (also uni, Punkte etc.) will ich eine Ausnahme machen. ;o)
    Nun habe ich in letzter Zeit so viele schöne Quilts gesehen, dass ich fast schon selbst anfangen möchte. Bis zur Fertigstellung würden aber wahrscheinlich Jahre vergehen und so lasse ich es doch lieber. Ich schaue aber so gerne an der Entstehung Deines Quilts zu. Weiterhin viel Freude beim Nähen!
    Liebe Grüße,
    Ulrike

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    1. Liebe Ulrike,
      ich bin ganz, ganz fest davon überzeugt, dass Computer ein eigenes Leben und einen eigenen Willen haben; auch wenn mich mein lieber Mann dafür immer nur mitleidig anlächelt und behauptet: Der Computer tut nur genau das, was du ihm sagst. Unserer hört vielleicht auf meinen Mann, aber nicht auf mich! Vielleicht ist das ja bei Dir ähnlich.
      Und zum Patchen und Quilten kann ich Dir nur raten: Laß es, es wird zur Sucht! Und Du kaufst noch mehr Stoffe, stapelst Anleitungshefte und wunderschöne Quiltbücher! Und dann weißt Du gar nicht, was Du zuerst nähen sollst, probierst hier ´ne Technik aus und da ´ne neue Methode. Du hast 1000 Ideen im Kopf und möchtest sämtliche Quilts, die Du siehst nachnähen, kannst Dich aber nicht entscheiden, mit welchem Du anfängst. Und wenn der eine halb fertig ist, juckt es Dich in den Fingern, mit dem nächsten anzufangen. Laß es!

      Jetzt aber mal im Ernst: Fang doch einfach mal mit einem gepatchten Kissen an! Du machst so schöne Kissen, es muß ja nicht gleich ein ganzer Quilt sein. Und Kissen und Platzdeckchen sind ganz hervorragend geeignet, um verschiedene Methoden auszuprobieren.

      Ganz liebe Grüße
      Claudia

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    2. Liebe Claudia, nun musste ich aber ganz schön lachen, als ich Deine Zeilen las. Noch mehr Stoffberge und Zeitschriften? Nein, dann lasse ich es wohl wirklich lieber. Denn hier herrscht schon jetzt akuter Platzmangel.
      Ein Patchworkkissen habe ich sogar schon genäht - letztes Jahr bei einem Kurs. Das habe ich noch gar nicht auf dem Blog gezeigt, muss ich unbedingt nachholen. Gestern habe ich wieder so schöne Quilts im örtlichen Stoffladen gesehen. Ich stehe jedes Mal staunend davor. Doch leider ist das momentan zeitlich einfach nicht drin. Aber so ein paar Platzdeckchen wären ja auch mal was Schönes. Die lassen sich ja auch prima verschenken und sind eine tolle Idee für den Abbau von Stoffresten. Danke für diesen Tipp.
      Ich wünsche Dir einen schönen Tag!
      Liebe Grüße,
      Ulrike

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