Mittwoch, 31. Oktober 2012

Puhh, geschafft!!

Kirsten hat zu einer freebie-challenge aufgerufen. Deadline heute abend 23 Uhr 59.

Ja, ich bin auch eine von den über 200, die Kirstens kostenlose Oktober-Stickdatei runtergeladen haben; und zwar schon länger. Aber ich bin auch eine von denen, die nicht einfach irgendetwas besticken wollen. Es sollte schon irgendwas mit Gingkoblättern oder dem Gingkobaum zu tun haben. Und wie in einem Kommentar auf Kirstens Blog schon bemerkt, müssen manche Ideen eben reifen. Und mir fiel zu Gingko nicht wirklich viel ein, zumindest nichts, was man nähen kann.

An einem der letzten wunderbaren sonnigen Herbsttage fiel mir die Idee quasi in den Schoß. Wir waren auf einem Waldlehrpfad in Hessen. Dort stand ein Gingkobaum, und an diesem Baum ein Gedicht von Goethe:

Ginkgo Biloba
Dieses Baumes Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Dass man sie als eines kennt?
Solche Fragen zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn.
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Dass ich eins und doppelt bin ?
Johann Wolfgang von Goethe 1815
(1749 - 1832)


Und dann war die Idee da: eine Buchhülle mit Gingko-Blättern und einem Zitat aus diesem Gedicht.

Also, experimentiert mit Schriftgrößen; sollte ja lesbar sein. Lesbar war´s nach 3 Versuchen, aber dann war das ganze Stickbild zu groß für eine Buchhülle.

Neue Idee: ein Bücher- bzw. Lesekissen. Das ist nun heute entstanden. Bis hierher waren aber schon 2 Wochen vergangen.

Und nun präsentiere ich  auf den letzten Stipp mein Ergebnis:




Hier also zunächst die Stickerei






Das Kissen besteht aus einer Hülle und einer Füllung aus Baumwollstoff, mit Styroporkügelchen gefüllt.
(Das Befüllen war übrigens noch ein Drama für sich: mit den Händen ging nicht. Die Kügelchen klebten wegen der elektrostatischen Aufladung an den Fingern. Mit einem Trichter ging auch nicht. Hier klebten die Kügelchen sogar noch besser. Schließlich funktionierte es mit einem Löffel. Allerdings fiel hier fast die Hälfte daneben.)

Vorne auf dem Kissen ist nun aus der Stickerei eine Tasche geworden für`s Buch und Lesebrille, wenn man gerade nicht liest.








Auf diesen beiden Fotos könnt Ihr erkennen, dass die Kissenhülle mit Kam-Snaps verschlossen wird. Die Snaps habe ich so angebracht, dass man entweder eine ganz normale Kissenform hat, oder aber ein Tetraeder.


Und im Gebrauch sieht´s dann ungefähr so aus:




Im Moment ist das Kissen noch ein bißchen prall. Aber erfahrungsgemäß werden die Kügelchen ja bald kleiner.

Wie ging´s dann heute weiter? Die Fotos habe ich dann ganz schnell bei den letzten Sonnenstrahlen gemacht.

Danach war ich dann als Mamataxi unterwegs, Einkaufen, Shuttletaxi zum Bahnhof, Abendessen und jetzt schnell bloggen, damit ich noch dabei sein kann.

Oh Mann, Kirsten! So`n Stress! Aber Du hast schon Recht: Wäre nicht die Deadline im Nacken, dann würden Deine schönen Gingko-Blätter vermutlich noch länger auf meiner Speicherplatte schlummern.

In diesem Sinne
Liebe Grüße und eine gute Nacht

Claudia


1 Kommentar:

  1. Liebe Claudia,

    wie schön!!! Und ja, ich war ja auch Jägerin und Sammlerin, aber so macht es eben keinen Spaß, wenn man Stickdateien zur Verfügung stellt... von den 800 Downloads für die Giraffe habe ich (und das auch meistens nur zufällig) 5 Stück gesehen!

    Ich finde die Idee mit dem Buch-Taschen-Kissen super! Und ich habe glücklicherweise Kügelchen, die sich nicht statisch aufladen. War trotzdem nicht cool, dass Kristian beim Hochbringen der Kiste ca. 10 Liter davon ausgeschüttet hat *lol*

    Vielen lieben Dank fürs Mitmachen!!!
    Kirsten

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